Verpackungstrends 2025 – Ein Überblick
Die Verpackungsindustrie steht 2025 vor bedeutenden Veränderungen, die sich aus technologischen Entwicklungen, regulatorischen Vorgaben und wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen ergeben. Hier sind die wichtigsten Trends, die die Branche im kommenden Jahr prägen werden.
1. Wiederverwendbare Verpackungen gewinnen an Bedeutung
Laut einer Umfrage unter den Juroren der Sustainability Awards sind wiederverwendbare und nachfüllbare Verpackungen der Bereich mit dem dringendsten Innovationsbedarf – 53 % nannten dies als oberste Priorität. Theoretisch bieten solche Lösungen eine nachhaltige Alternative zu Einwegverpackungen, doch die Umsetzung bleibt herausfordernd.
Während Fortschritte im Bereich der Sekundärverpackungen und des E-Commerce sichtbar sind, wie beispielsweise Capsas wiederverwendbare 2in1®-Kartonbox, bleibt der Durchbruch für FMCG-Verpackungen schwierig. Einige große Einzelhändler haben Tests wiederverwendbarer Verpackungssysteme aufgegeben, während andere, wie Ocado Retail, weiterhin experimentieren.
Ein zentrales Hindernis ist das Fehlen einheitlicher Richtlinien und Vorgaben auf globaler Ebene. Zudem verhindern Wettbewerbsregeln oft eine branchenweite Zusammenarbeit. Um wiederverwendbare Systeme erfolgreich zu skalieren, ist eine stärkere Harmonisierung innerhalb der Lieferkette erforderlich – von standardisierten Prozessen bis zur effizienten Umsetzung.
2. Der Trend zur Papierverpackung setzt sich fort
Die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) wird die zunehmende Nutzung von Papierverpackungen weiter beschleunigen. Sie beschränkt Einwegplastik stark, während Papier von den neuen Mindestrezyklatgehalten, die ab 2030 gelten, ausgenommen ist.
Verbraucher bevorzugen weiterhin papierbasierte Verpackungen, da sie als umweltfreundlicher wahrgenommen werden. Dies führt dazu, dass Papier zunehmend Kunststoff und andere Materialien in Bereichen ersetzt, in denen dies bisher nicht denkbar war – darunter Schokoladenverpackungen oder Kaffeebehälter.
Auch technologische Fortschritte ermöglichen neue Einsatzmöglichkeiten: Verbesserte Barriereeigenschaften und Versiegelungstechniken könnten flexible Kunststoffe ersetzen. Zudem wird Papier in Luxussegmenten eine größere Rolle spielen, da PPWR auch Gewichtsreduzierungsziele setzt. Origami-inspirierte Designs mit raffinierten Öffnungsmechanismen könnten hier an Bedeutung gewinnen.
3. Realistische Nachhaltigkeitsziele statt überambitionierter Vorgaben
Viele große Unternehmen haben sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, doch 2024 wurde deutlich, dass einige dieser Ziele zu ambitioniert waren. Unternehmen wie Unilever, PepsiCo und Colgate-Palmolive haben eingeräumt, dass sie ihre Verpackungsziele nicht einhalten können, und Coca-Cola hat seine Umweltziele bis 2035 verlängert.
Die Branche befindet sich auf einer Lernkurve: War die Zielsetzung von Anfang an unrealistisch, oder wurden entscheidende Faktoren unterschätzt? Wichtig ist, dass künftige Vorgaben auf realistischen Technologien und Daten basieren, um Rückschritte zu vermeiden. Kleinere, realistische Schritte sind möglicherweise wirkungsvoller als spektakuläre, aber unerreichbare Versprechen.
4. Die Verhandlungen zum Globalen Plastikabkommen gehen weiter
Die Hoffnungen auf ein ambitioniertes globales Plastikabkommen wurden bei der fünften Verhandlungsrunde (INC-5) in Busan enttäuscht. Statt einer Einigung gibt es weiterhin Differenzen: Während über 80 Länder verbindliche Plastikverbote fordern, bremsen petrochemisch geprägte Nationen den Fortschritt aus.
Nach einem Jahr mit wenig greifbaren Ergebnissen – von den enttäuschenden COP29-Beschlüssen bis hin zu Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele aufgeben – bleibt die Hoffnung auf eine stärkere Gesetzgebung bestehen. 2025 wird zeigen, ob sich der politische Wille durchsetzt oder wirtschaftliche Interessen überwiegen.
5. Künstliche Intelligenz in der Verpackungsindustrie
2024 lag der Fokus von KI-Anwendungen vor allem auf Logistik und Abfallmanagement. Partnerschaften wie jene zwischen Bollegraaf und Greyparrot zur Optimierung von Recyclinganlagen oder TOMRAs Investition in PolyPerception zeigen, dass KI zunehmend in der Abfallwirtschaft genutzt wird.
In der Verpackungsgestaltung fand KI Anwendung bei Scodix, wo Algorithmen zur Automatisierung von Designprozessen eingesetzt wurden. Auch Google engagiert sich mit seinem CircularNet-Programm in der intelligenten Abfallbewirtschaftung.
2025 könnte den nächsten Schritt bringen: eine breitere Integration von KI in der Verpackungsentwicklung und -produktion. Besonders im Bereich Design könnte KI künftig noch stärker genutzt werden.
6. Nachhaltigkeitsgipfel 2025: Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Beim letzten Sustainable Packaging Summit zeigte sich, dass die Branche zwar Fortschritte macht, aber noch große Herausforderungen vor sich hat. Unternehmen bewerteten ihre Bereitschaft für die neuen PPWR-Vorgaben durchschnittlich mit sechs von zehn Punkten. Besonders die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und die Schaffung eines einheitlichen Marktes für Sekundärmaterialien wurden als schwierig empfunden.
Kosten, Infrastruktur und regulatorische Komplexität sind zentrale Herausforderungen, doch die Mehrheit der Teilnehmenden sieht Zusammenarbeit als Schlüssel zur Lösung. Warten auf neue Gesetze ist keine Option – deshalb wird der Sustainable Packaging Summit 2025 erneut eine Plattform bieten, um Innovationen voranzutreiben. Die Veranstaltung findet diesmal vom 10. bis 12. November in Utrecht statt.
Zusammenfassend
2025 steht die Verpackungsbranche vor tiefgreifenden Veränderungen. Wiederverwendbare Verpackungssysteme, der Siegeszug von Papier, realistischere Nachhaltigkeitsziele und eine stärkere Rolle der KI sind zentrale Entwicklungen. Die Herausforderungen bleiben groß, doch durch Zusammenarbeit und technologische Innovationen sind Fortschritte möglich. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Industrie nachhaltige Lösungen tatsächlich in großem Maßstab umsetzen kann.
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